Augenarzt
Dr. med. Thomas Christmann

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Homöopathie

Was ist Homöopathie?

Die Homöopathie folgt dem sogenannten Ähnlichkeitssatz, den der Arzt Dr. Samuel Hahnemann vor etwa 200 Jahren auf lateinisch formulierte - Similia similibus curentur - Ähnliches ist durch Ähnliches zu heilen. Das bedeutet, dass in der Homöopathie eine Krankheit mit einem solchen Arzneimittel behandelt wird, das am gesunden Menschen ähnliche Erscheinungen, d.h. ähnliche Symptome, hervorruft, wie diese Krankheit.

Wie arbeitet ein homöopathischer Arzt?

Bei der Behandlung chronischer Erkrankungen wird durch eine ausführliche Fallaufnahme ein möglichst exaktes Bild des Kranken und der Krankheit in allen Facetten des körperlich-seelisch-geistigen Seins erstellt. Dieses Bild wird in Ähnlichkeit mit der Wirkung eines homöopathischen Arzneimittels gesetzt. Eine homöopathische Verschreibung muss sich also immer auf die spezifische Symptomatik eines individuellen Patienten beziehen. Eine Verschreibung nur auf Grund von Diagnosen oder die Verabreichung ungeprüfter Substanzgemische entspricht nicht der Arbeitsweise der klassischen Homöopathie.

Wie wirkt ein homöopathisches Arzneimittel?

Man kann sich die Wirkung von homöopathischen Heilmitteln vorstellen, als käme der Person eine Nachricht zu, die sie befähigt, ihre Selbstheilungskräfte optimal einzusetzen. Jeder Mensch hat "seine" Krankheit und braucht folglich auch "sein" Heilmittel, d.h. nicht nur die Krankheit wird behandelt, sondern der ganze Mensch. Das Arzneimittel muss - auf Grund der Gesamtheit der Symptome - individuell passend für den einzelnen Patienten gewählt werden. Das Mittel muss sämtliche Bereiche des Kranken (Körper, Seele und Geist) erfassen, und die Reaktion daraus muss entsprechend bewertet werden.

Anwendung der Homöopathie in der Augenheilkunde

Bei welchen Erkrankungen?

Prinzipiell können alle Erkrankungen auch homöopathisch behandelt werden.
Die Erfolgsaussichten sind allerdings sehr unterschiedlich. Erkrankungen, die schon zu unumkehrbaren Gewebeveränderungen geführt haben, sind auch durch das am besten passende homöopathische Mittel nicht wieder rückgängig zu machen. Z.B die Katarakt (der Graue Star), die heute bei geringem Risiko operativ sehr einfach behoben werden kann oder aber die Maculadegeneration, die sich auch durch die beste homöopathische Therapie nicht verbessern lässt. Hier wie auch beim Glaukom erscheint in erster Linie eine stabilisierende, unterstützende Therapie möglich.

Entzündliche Veränderungen und immer wiederkehrende Erkrankungen, wie Iritis oder Episkleritis, die auch auf herkömmlichem Wege nur unbefriedigend therapierbar sind, sprechen dagegen häufig gut auf die homöopathische Behandlung an.

Funktionelle Störungen

  • Asthenopie (Überanstrengung, angestrengtes Sehen)
  • Trockene Augen
  • Tränensekretionsstörungen
  • Glaukom (grüner Star) die Folgeerscheinungen sind schon unter die degenerativen Veränderungen zu rechnen, mit den dort vermerkten Einschränkungen. Bei den funktionellen Erkrankungen sind ganz besonders auch die seelischen Aspekte mit zu berücksichtigen!

Entzündungen aller Art

  • Konjunktivitis (Bindehautentzündung)
  • Keratitis (Hornhautentzündung)   
  • Episkleritis (Lederhautentzündung)
  • Iritis (Regenbogenhautentzündung)
  • Uveitis (Entzündungen von Regenbogenhaut und Aderhaut)
  • Hagelkorn und Gerstenkorn

Bei Entzündungen sind relativ frische, meist noch nicht tiefgreifende Veränderungen des Gewebes vorhanden, die durch den Reiz des richtigen homöopathischen Mittels einer Heilung zugeführt werden können.

Degenerative Veränderungen

  • Hornhauttrübungen
  • Katarakt (Grauer Star)
  • Altersabhängige Makuladegeneration
  • Opticusatrophie

Hier sind die Heilungsaussichten wesentlich ungünstiger, weil schon deutliche Gewebeveränderungen vorhanden sind: Eine Linderung von Beschwerden ist aber auch hier möglich.